Sonntag, 23. Juli 2017

Rezension - Tote Mädchen lügen nicht

Tote Mädchen lügen nicht
https://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Asher_JTote_Maedchen_luegen_nicht_151143.jpg 
Infos:
Titel: Tote Mädchen lügen nicht
Autor: Jay Asher
Verlag: cbt
Seitenanzahl: 282
Preis: 8,99 Euro
ISBN: 9783570160206
Genre: Roman

hier kommt ihr zum Buch und zur Leseprobe

Inhalt:
 Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ...

Meine Meinung:
Da wir "Tote Mädchen lügen nicht" als Schullektüre lesen, musste ich mir auch endlich mal Zeit für dieses Buch nehmen, was ich überhaupt nicht bereue. Ehrlich gesagt bin ich sogar meinem Lehrer sehr dankbar, dass wir dieses Buch im Unterricht durchnehmen, so kann man sich natürlich auch tiefgründiger mit der Geschichte befassen.
Ich habe "Tote Mädchen lügen nicht" schon vor einiger Zeit beendet, allerdings musste ich die ganze Geschichte erstmal überdenken und verarbeiten, weil es ein sehr nachdenkliches Buch ist. Deswegen nehmt euch Zeit für dieses Buch und lest es am besten NICHT, wenn ihr gerade Stress oder viel zu tun habt.
In diesem Buch geht es um ein verstorbenes Mädchen (Hannah), das Selbstmord begangen hat.
Hannah hat die dreizehn Gründe, die sie dazu geführt haben auf Kassetten aufgenommen.
Diese hat sie dann in eine Box gepackt und der ersten Person, die auf den Kassetten vorkommt gegeben, damit er sie sich anhört und feststellt, was er Hannah angetan hat. Diese Person hat die Kassetten dann wieder an den nächsten weitergegeben und so weiter.
Als die Kassetten schließlich Clay erreichen, hört er sie sich an und so erfährt man, was sich auf den Kassetten befindet und wie sich Clay dabei fühlt bzw. damit umgeht, da er Hannah sehr gemocht hat.

Ich finde die ganze Geschichte sehr bewegend, da ich mich noch nie mit dem Thema Selbstmord  und allgemein Mobbing auseinander gesetzt habe. Es war sehr ..... (ich suche gerade ein Wort, was das Buch beschreiben könnte, aber irgendwie gibt es keins dafür), weil man sehr tief in die Gedanken von Hannah schauen kann, um ihre Entscheidung von ihrem Selbstmord nachvollziehen zu können. Jedoch konnte ich das einfach nicht, weswegen das Buch von mir auch "nur" 4,5/5 Sterne bekommt. Mein Problem war einfach, dass ich die Gründe für ihre Tat nicht als so schlimm empfunden habe, dass man sich dafür umbringt, weil es gibt ja auch bessere Zeiten im Leben. Wenn man beispielsweise im Moment gemobbt wird, ist das zwar eine sehr schlimme Zeit, aber nach der Schule geht das Leben auch weiter. Sie hätte zum Beispiel mit ihren Eltern reden können und dann in eine andere Stadt umziehen können oder so etwas in der Art.

So jetzt habe ich erstmal genug über meine Gedanken zu dem Buch geschrieben, aber wollte nun noch das Buch mit der Serie vergleichen, die ich natürlich auch geschaut habe.
Also....
Ich muss sagen, dass mir die Serie viel besser gefällt, obwohl das Buch echt total toll ist. In der Serie lernt man viel mehr über die Beziehungen der Nebencharaktere kennen und kann die ganze Geschichte und ihre Zusammenhänge besser nachvollziehen. Außerdem werden die Probleme und Gefühle von Hannah deutlich logischer.

Fazit:
Ich kann dieses Buch jedem nur empfehlen, allerdings sollte man schon eine gewisse Reife mitbringen, um mit dem Thema Selbstmord umgehen zu können. Ich persönlich würde es daher niemanden empfehlen, der unter 13 ist.
Es ist eine sehr bewegende und emotionale Geschichte, die einfach großartig ist, aber auch sehr sehr sehr traurig....
4,5/5 Sterne